Korallenriffe bedecken weniger als 1 % des Meeresbodens — und unterstützen dennoch rund 25 % aller Meeresarten sowie die Lebensgrundlage von fast einer Milliarde Menschen weltweit. Trotz ihrer Bedeutung verschwinden sie schneller als fast jedes andere Ökosystem auf der Erde. Für alle, die ein Meerwasseraquarium betreiben, ist das keine abstrakte Statistik.
Die IMARCS Foundation — International Marine Science and Carbon Sequestration — betreibt ernsthafte, feldbasierte Wissenschaft, um diesem Rückgang entgegenzuwirken. Die Foundation wurde von Michael Maddox gegründet, der als Präsident tätig ist.
Ihr Ansatz verbindet Meeresökologie, Molekulargenetik und Biogeochemie — und das Team dahinter verfügt über die entsprechenden Qualifikationen.
Jordan Flagel, Vizepräsident und leitender Umweltwissenschaftler, bringt über ein Jahrzehnt Felderfahrung aus Belize, Guyana und Kanada mit, unter anderem für das United Nations Green Corps und das International Institute for Sustainable Development.
Lead Researcher Dr. Vanessa Arranz ist Marie-Skłodowska-Curie-Stipendiatin an der Universität Barcelona, spezialisiert auf marine Molekularökologie, Populationsgenetik und Umweltanpassung — mit 17 begutachteten Publikationen, alle in Q1-Fachzeitschriften.
Research Advisor Dr. Juan Moles, ebenfalls an der Universität Barcelona, ist Meeresbiologe mit Feldarbeit von der Antarktis bis zum Indischen Ozean und lehrt Wirbellosenkunde und Evolutionsbiologie an Institutionen wie der Harvard University.
Das ist keine Kommunikationsorganisation mit einer Wissenschaftsabteilung. Es ist umgekehrt.
Vier Forschungsprogramme
IMARCS betreibt derzeit vier Leitprojekte, alle mit dem Fokus auf aktive Riffintervention statt passivem Schutz.
In Mikronesien wird getestet, ob Zooxanthellen — die photosynthetischen Algen, auf die Korallen für ihr Überleben angewiesen sind — aus Riesenmuscheln bleichenden Korallen bei der Erholung helfen und ihre Hitzetoleranz verbessern können. Riesenmuscheln besiedeln einige der thermisch variabelsten Riffumgebungen überhaupt, und ihre Symbionten könnten daher eine überlegene Hitzeresistenz entwickelt haben. Gewebeproben, die in Zusammenarbeit mit der Kosrae Clam Farm gesammelt wurden, werden an der Universität Barcelona analysiert. Frühere Studien haben Verbesserungen der Hitzetoleranz in der Größenordnung von 1–1,5 °C in bestimmten Korallen-Symbiont-Systemen dokumentiert — ökologisch bedeutsame Werte angesichts des globalen Hitzestresses auf Korallenriffe. Die eigenen begutachteten Ergebnisse von IMARCS werden für 2027 erwartet.
In Belize konzentriert sich die Foundation in erster Linie auf den Schutz bestehender Mangroven, mit einem sekundären Fokus auf Restaurierung — eine Unterscheidung, die von Bedeutung ist: Schutzmaßnahmen lassen sich schneller skalieren und erzielen eine überproportional positive Wirkung auf die Umwelt im Vergleich zur Restaurierung allein.
In Japan testet IMARCS, ob die Anhebung des Meerwasser-pH-Werts auf ≥ 8,5 in Marikulturbecken das Kohlenstoffgleichgewicht der Schalenbildung von Riesenmuscheln kippen kann — und die Muschelzucht so zu einer messbaren Kohlenstoffsenke machen könnte. Unter normalen Ozeanbedingungen ist die Schalenkalzifizierung ungefähr kohlenstoffneutral; die Frage ist, ob kontrollierte Bedingungen das verändern können.
Die Wiederansiedlung von Riesenmuscheln in der Bucht von Nha Trang, Vietnam — in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Barcelona und der Nha Trang University — ist ein geplanter zukünftiger Schwerpunkt; die Feldforschung ruht derzeit.
Warum das wichtig ist
Während des globalen Bleichereignisses 2023–2025 — dem größten je dokumentierten — waren über 84 % der weltweiten Korallenriffe bleichendem Hitzestress ausgesetzt. IMARCS ist sich im Klaren darüber, was Wissenschaft allein leisten kann: Ihre Arbeit ist kein Ersatz für die Reduzierung von CO₂-Emissionen, sondern eine Ergänzung dazu — aktive Intervention, um Riffökosysteme durch die entscheidenden Jahrzehnte zu bringen.
Peer-reviewed results from the zooxanthellae transfer research are expected in 2027.
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