Zusammenfassung #
Diese Anleitung erklärt, wie einer ProfiLux 1-10V-Schnittstelle eine Funktion zugewiesen wird, die festlegt, wie die Schnittstelle ein angeschlossenes Gerät steuert. Dies ist ein erforderlicher Schritt, bevor Pumpen, Leuchten oder andere 1-10V-steuerbare Geräte angeschlossen werden.
Gilt für #
- ProfiLux 4 Serie (inkl. Industrial Line / IL)
- ProfiLux 3 Serie
- ProfiLux Mini / Light (Alle Versionen)
- Software:
- GHL Connect (App, Webinterface, myGHL)
- GHL Control Center
Bevor Sie beginnen #
- Verfügbare Schnittstellen: Die Anzahl der eingebauten 1-10V-Schnittstellen hängt von Ihrem ProfiLux-Modell ab. Der ProfiLux 4 hat 6 (L1–L6, zwei Kanäle pro physischem Port zusammengefasst); ProfiLux Mini und ProfiLux Light haben jeweils 4. Die genaue Anzahl entnehmen Sie den Spezifikationen Ihres Modells.

Gelbe L-Ports am ProfiLux 4 — Portanzahl und -anordnung variieren je nach Modell und Erweiterung.
- Erweiterungsoptionen: Auf dem ProfiLux 3 und ProfiLux 4 kann die Anzahl der 1-10V-Schnittstellen mit einer PLM-2L4S– oder PLM-4L-Erweiterungskarte oder mit einer Expansion Box 2 erhöht werden (für Rack-montierte Industrial-Line-Installationen bietet die Expansion Box IL dieselbe Funktionalität).
Konfiguration #
Schritt 1 — 1-10V-Schnittstellen-Einstellungen öffnen #
- In GHL Control Center: Gehen Sie zu System → 1-10V-Schnittstelle und wählen Sie den Kanal aus, den Sie konfigurieren möchten.
- In GHL Connect: Wählen Sie 1-10V-Schnittstellen aus dem Hauptmenü und tippen Sie auf den gewünschten Kanal.
Schritt 2 — Funktion zuweisen #
Wählen Sie die Funktion für die Schnittstelle aus. Verfügbare Optionen:
- Pumpe: Steuert eine drehzahlvariable Pumpe. Erfordert einen Pumpenkanal-Index. Siehe: 1-10V-Pumpensteuerung – Einrichtungsanleitung
- Beleuchtung: Steuert eine dimmbare Leuchte, die als Teil eines Beleuchtungsverlaufs einem Beleuchtungskanal zugewiesen ist. Erfordert einen Beleuchtungskanal-Index. Siehe: 1-10V-Beleuchtungssteuerung – Einrichtungsanleitung
- Variable Beleuchtung: Steuert eine dimmbare Leuchte, die als Teil eines Beleuchtungsverlaufs einem variablen Beleuchtungskanal zugewiesen ist. Erfordert einen Variablen-Beleuchtungskanal-Index. Siehe: 1-10V-Beleuchtungssteuerung – Einrichtungsanleitung
- Konstanter Durchfluss: Regelt die Pumpendrehzahl anhand eines angeschlossenen Durchflusssensors, um eine konstante Durchflussrate zu halten. Erfordert einen Durchflusssensor-Index.
- Futterautomat: Steuert einen 1-10V-kompatiblen Futterautomaten. Erfordert einen Futterautomat-Index.
- Sensorbasierte Funktionen: Eine 1-10V-Schnittstelle kann auch einem Sensor-Regelkreis zugeordnet werden (z.B. Temperatur 1, pH-Wert 1). Der Regelkreis gibt dann eine zur Regelabweichung proportionale Spannung aus. Am Beispiel der Temperaturregelung: Überschreitet die Wassertemperatur die eingestellte Solltemperatur, wird eine zur Temperaturdifferenz proportionale Spannung ausgegeben — je wärmer es wird, desto höher die Spannung. Für diesen speziellen Fall ermöglicht dies die Steuerung eines regelbaren Kühllüfters, wie z.B. unseres Propeller Breeze mit PropellerControl, und dessen möglichst leisen Betrieb.
- Immer aus: Deaktiviert die Schnittstelle. Der Ausgang bleibt bei 0V.
Falls Ihr Gerät bei 0V nicht vollständig abschaltet, bietet eine S-Port & L-Port Breakout Box einen Relais-Ausgang für die komplette Abschaltung.
Hinweis: Die Zuweisung einer Funktion legt fest, wie sich die Schnittstelle verhält. Je nach Funktion müssen Sie einen Index zuweisen (z.B. Pumpenkanal, Beleuchtungskanal oder Durchflusssensor-Nummer), um die Schnittstelle mit der entsprechenden Konfiguration an anderer Stelle im System zu verknüpfen — zum Beispiel einen Pumpenkanal, der in Pumpengruppen verwendet wird.
Schritt 3 — Ausgangsspannungsbereich festlegen #
Unabhängig von der gewählten Funktion legen Sie die Werte U min. und U max. unter Ausgangssignal fest. Diese bestimmen den Spannungsbereich, den die Schnittstelle zur Steuerung des angeschlossenen Geräts verwendet. In der Regel liegt der Bereich zwischen 1V und 10V, die optimalen Werte können jedoch je nach Gerät variieren:
- U min. (einstellbarer Bereich: 0V bis 4V): Manche Geräte verhalten sich am unteren Ende des Bereichs nicht linear. Bestimmte dimmbare Vorschaltgeräte ändern die Lichtintensität beispielsweise unterhalb von 1,5V nicht mehr, während andere bis auf etwa 0,8V herunterdimmen; manche Leuchtstoffröhren schalten nach einigen Minuten vollständig ab, wenn die Spannung zu niedrig eingestellt ist. Schaltet Ihr Gerät unerwartet ab oder reagiert bei niedrigen Einstellungen nicht mehr, erhöhen Sie U min. leicht.
- U max. (einstellbarer Bereich: 4,5V bis 10V): Manche Geräte erreichen ihre maximale Leistung bereits vor 10V — zum Beispiel eine Pumpe, die schon bei 8V mit voller Leistung läuft, oder ein Mondlicht, das bei 10V zu hell ist. Bemerken Sie am oberen Ende des Bereichs keine weitere Veränderung, verringern Sie U max. entsprechend.
Tipp: Für die genaueste Regelkurve sollten U min. und U max. dem Punkt entsprechen, an dem die niedrigsten und höchsten Ausgangswerte Ihres Geräts tatsächlich auftreten — nicht nur der Standardannahme von 1–10V. Bei Beleuchtung können Sie dies durch manuelles Dimmen des Kanals testen (über Light Composer oder Multichannel Setup): Prüfen Sie, ob sich die Lichtintensität bei den niedrigsten Dimmwerten noch ändert (oder die Lampe abschaltet) und ob bei den höchsten Dimmwerten noch ein sichtbarer Unterschied besteht. Passen Sie U min. und U max. an und testen Sie bei Bedarf erneut.
Schritt 4 — Unterstützte GHL-Geräte programmieren (optional) #
Einige GHL 1-10V-Geräte (z.B. LEDControl4 Active/Passive, LEDControl4 V2, ProfiLux-Simu, ProfiLux-Simu-L, Mitras-Simu-Driver) können direkt über die Schnittstelle mit dem geräteeigenen Programmiermenü konfiguriert werden. Dies gilt nur für diese spezifischen GHL-Geräte — Pumpen oder Leuchten von Drittanbietern, die über 1-10V angeschlossen sind, können auf diese Weise nicht programmiert werden und werden ausschließlich über die in Schritt 2 zugewiesene Funktion gesteuert.
- In GHL Connect: Tippen Sie auf der Einstellungsseite der 1-10V-Schnittstelle auf Gerät an 1-10V-Schnittstellen programmieren (aktivieren Sie den Expertenmodus in den App-Einstellungen, falls die Schaltfläche nicht sichtbar ist). Wählen Sie das angeschlossene Gerät aus und folgen Sie den Schritten auf dem Bildschirm.
- In GHL Control Center: Verwenden Sie die entsprechende Geräteprogrammierungs-Option auf der Seite der 1-10V-Schnittstelle.
Hinweise #
- Reihenfolge der Kanalnummerierung: Kanalnummern werden in einer festen Reihenfolge vergeben: zuerst die eingebauten ProfiLux-Ports, dann die im ProfiLux installierten Erweiterungskarten, dann die eingebauten Ports einer Expansion Box, und schließlich die in der Expansion Box installierten Erweiterungskarten.
