Zusammenfassung #
Diese Anleitung erklärt, wie Sie eine drehzahlvariable Pumpe über die 1-10V-Schnittstelle des ProfiLux anschließen und konfigurieren. Sobald die Pumpe einem Kanal zugewiesen ist, werden Durchfluss-Zeitpläne und Wellenmuster über Pumpengruppen konfiguriert.
Gilt für #
- ProfiLux 4 Serie (inkl. Industrial Line / IL)
- ProfiLux 3 Serie
- Software:
- GHL Connect (App, Webinterface, myGHL)
- GHL Control Center
Bevor Sie beginnen #
- Steuerkabel: Zum Anschluss Ihrer Pumpe an den L-Port des ProfiLux ist ein passendes Steuerkabel erforderlich. In den meisten Fällen ist dieses beim Pumpenhersteller erhältlich. Falls nur ein Kabel mit blanken Adern oder ein inkompatibles Kabel vorhanden ist, verwenden Sie die S-Port & L-Port Breakout Box zum Anschließen — Details zur Verkabelung finden Sie in der Breakout Box Anleitung.
- Spannungsbereich: Prüfen Sie in der Dokumentation Ihrer Pumpe den korrekten Steuerspannungsbereich. Die meisten Pumpen nutzen 1–10V. Tunze-Strömungspumpen verwenden meist einen reduzierten Bereich (z. B. 3–8V) — die genauen Werte finden Sie im Pumpenhandbuch.
- L-Port-Kapazität: Jeder L-Port steuert zwei unabhängige 1-10V-Kanäle (z. B. L1/L2, L3/L4). Um beide Kanäle an einem Port zu nutzen, ist ein YL2 Verteilerkabel erforderlich. Für Tunze-Pumpen werden außerdem die ProfiLux-Tunze-Adapterkabel (ProfiLuxTunze1 / ProfiLuxTunze2) benötigt — Details siehe Schritt 1.
Installation & Einrichtung #
Schritt 1 — Pumpe anschließen #
- Verbinden Sie ein Ende des Steuerkabels mit dem Steueranschluss oder Treiber Ihrer Pumpe, oder schließen Sie es an die S-Port & L-Port Breakout Box an.
- Verbinden Sie das andere Ende mit einem freien gelben L-Port am ProfiLux, an einer Erweiterungskarte oder an der Expansion Box.

Yellow L-ports on the ProfiLux 4 — port count and layout vary by model and expansion.
- Bei Verwendung eines YL2 Verteilerkabels: Stecken Sie den Verteiler zuerst in den L-Port, und verbinden Sie anschließend die einzelnen Pumpenkabel mit den Ausgängen des Verteilers.
Tunze-Pumpen — Hinweis zum Adapterkabel: Tunze-Pumpen benötigen die GHL-Tunze-Adapterkabel (T1 oder T2). Diese Kabel sind nicht austauschbar — T1 steuert die ungeradzahligen Kanäle (L1, L3, L5, …), T2 steuert die geradzahligen Kanäle (L2, L4, L6, …). Für eine einzelne Tunze-Pumpe wird nur ein T1-Kabel benötigt — ohne Verteiler nutzt der Port immer den ungeradzahligen Kanal. Beim Anschluss zweier Tunze-Pumpen über einen YL2-Verteiler an einen einzelnen L-Port verwenden Sie ein T1- und ein T2-Kabel.
Schritt 2 — Schnittstelle in der Software zuweisen #
Navigieren Sie zu den Einstellungen der 1-10V-Schnittstelle:
- In GHL Control Center: Gehen Sie zu System → 1-10V-Schnittstelle und wählen Sie den Kanal, der Ihrem L-Port entspricht.
- In GHL Connect: Wählen Sie 1-10V-Schnittstellen aus dem Hauptmenü und tippen Sie auf den gewünschten Kanal.
Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:
- Funktion: Stellen Sie auf Pumpe und weisen Sie eine Pumpenkanal-Nummer zu. Diese Nummer dient zur Identifikation der Pumpe in Pumpengruppen.
- Ausgangssignal — U min. / U max.: Stellen Sie die Werte gemäß den Spezifikationen Ihrer Pumpe ein. Die meisten Pumpen: 1–10V. Tunze-Strömungspumpen verwenden meist einen reduzierten Bereich (z. B. 3–8V) — die genauen Werte finden Sie im Pumpenhandbuch.
Speichern Sie die Einstellungen. Wiederholen Sie dies für jeden weiteren Pumpenkanal.
Nächste Schritte #
Ihre Pumpe ist nun einem Kanal zugewiesen und bereit für die Zeitplanung. Fahren Sie mit Pumpengruppen fort, um Durchfluss-Programme, Wellenmuster und Ereignisreaktionen zu konfigurieren:
Hinweise #
- Kanalnummerierung über mehrere Ports hinweg: Die Kanalnummern laufen fortlaufend über alle L-Ports, einschließlich derer auf Erweiterungskarten und der Expansion Box. Hat der ProfiLux beispielsweise die Ports L1/L2 bis L5/L6, fügt eine Erweiterungskarte L7/L8 und weitere hinzu. Stellen Sie sicher, dass sich Kanalnummern nicht mit anderen zugewiesenen Pumpen überschneiden.
- Rückförderpumpen: Rückförderpumpen mit 1-10V-Schnittstelle werden auf dieselbe Weise eingerichtet. Einen Überblick über alle Möglichkeiten zur Rückförderpumpensteuerung finden Sie unter: Rückförderpumpensteuerung – Überblick & Anwendungsfälle
Typische Probleme #
Ursache
Der Spannungsbereich ist falsch eingestellt, oder das Steuerkabel ist nicht richtig angeschlossen.
Lösung
Überprüfen Sie, ob das Steuerkabel an beiden Enden fest angeschlossen ist. Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen U min. und U max. den Spezifikationen Ihrer Pumpe entsprechen. Achten Sie bei Tunze-Pumpen darauf, dass der Spannungsbereich mit dem Pumpenhandbuch übereinstimmt und das richtige T1- oder T2-Kabel für die zugewiesene Kanalnummer verwendet wird.
Ursache
Die Pumpe empfängt kein 1-10V-Signal — entweder ist das Kabel nicht angeschlossen, der falsche Schnittstellenkanal ist zugewiesen, der eigene Regler der Pumpe ist nicht auf Maximum eingestellt, oder die externe Drehzahlsteuerung ist am Regler der Pumpe nicht aktiviert.
Lösung
Überprüfen Sie die Kabelverbindung und stellen Sie sicher, dass die Schnittstellenkanal-Nummer in der Software mit dem physisch verwendeten L-Port übereinstimmt. Stellen Sie bei Tunze-Pumpen sicher, dass der Regler am eigenen Controller der Pumpe auf volle Leistung eingestellt ist. Prüfen Sie außerdem, ob der Controller der Pumpe einen externen Steuerungsmodus erfordert, der explizit aktiviert werden muss — siehe dazu die Dokumentation des Pumpenherstellers.
