Zusammenfassung #
Der ProfiLux misst kontinuierlich angeschlossene Sensoren — etwa Temperatur, pH-Wert, Redox, Leitfähigkeit, Niveau und Durchfluss — und nutzt die Messwerte, um angeschlossene Ausgänge zu regeln: Steckdosen, 1-10V-Schnittstellen, Pumpen und Beleuchtung. Dieser Artikel erklärt das Funktionsprinzip hinter den ProfiLux-Funktionen und wie sich das System in das umfassendere GHL-Ökosystem einfügt.
Gilt für #
- ProfiLux 4 Serie (inkl. Industrial Line / IL)
- ProfiLux 3 Serie
- ProfiLux Mini / Light (WiFi)
Übersicht #
Im Kern misst der ProfiLux kontinuierlich angeschlossene Sensoren und regelt entsprechend angeschlossene Ausgänge — hochpräzise Überwachung und Regelung von Parametern wie pH-Wert, Temperatur, Redox, Leitfähigkeit, Niveau und Durchfluss, mit integrierten Alarmfunktionen und Datenprotokollierung.
Verfügbare Sensortypen, PAB-Unterstützung und Erweiterungsoptionen variieren je nach Modell — Details zu Ihrem spezifischen Modell finden Sie in der ProfiLux-Produktübersicht.
System erweitern #
Ein einzelner ProfiLux deckt bereits die meisten Kernfunktionen ab, doch das System ist darauf ausgelegt, mit Ihrem Aquarium zu wachsen:
- Erweiterungskarten: Fügen Sie dem ProfiLux direkt weitere Sensoreingänge und andere Erweiterungen hinzu — unter anderem zusätzliche pH-, Redox-, Leitfähigkeits- und Digitaleingänge — ohne den Controller zu ersetzen. Siehe Erweiterungskarten – Einrichtungsanleitung.
- PAB (ProfiLux Aquatic Bus): Verbindet zusätzliche GHL-Geräte mit Ihrem ProfiLux und erweitert die Möglichkeiten Ihres Systems über die obigen Beispiele hinaus — automatisches Dosieren mit dem GHL Doser, kontinuierliche Karbonathärte-Überwachung mit dem KH Director, Kalzium- und Magnesium-Überwachung mit dem ION Director, oder einfach mehr schaltbare Steckdosen über eine Powerbar. Alles wird über dieselbe ProfiLux-Oberfläche konfiguriert und überwacht. Siehe PAB – Anschluss & Konfigurationsanleitung.
Funktionsweise #
Funktion vs. Hardware #
Nahezu jede Einstellung am ProfiLux fällt in eine von zwei Kategorien:
- Funktionseinstellungen legen fest, was passieren soll — zum Beispiel ein Sollwert für die Temperatur, ein Beleuchtungsverlauf oder das Verhalten einer Pumpengruppe.
- Hardware-Einstellungen legen fest, was es umsetzt — zum Beispiel, welche Steckdose oder welche 1-10V-Schnittstelle dieser Funktion zugewiesen ist.
Durch diese Trennung können Sie das eine ändern, ohne das andere anzufassen. Sie können beispielsweise Ihre Heizung an eine andere Steckdose anschließen, ohne Ihre Temperatureinstellungen zu ändern, oder den Sensor wechseln, der einen bestimmten Ausgang ansteuert, ohne etwas neu zu verkabeln.
Als generelle Vorgehensweise empfiehlt es sich, zunächst die Funktion einzurichten und ihr anschließend die Hardware zuzuweisen.
Beispiele / Anwendungsfälle #
Temperaturregelung #
- Funktion: Legen Sie Sollwert und Hysterese auf der Einstellungsseite des Temperatursensors fest. Siehe Sensoren – Konfigurationsanleitung.
- Hardware: Weisen Sie eine Steckdose zu, die auf den Regelungsausgang des Temperatursensors reagiert, sodass sie Ihre Heizung (und ggf. Kühlung) entsprechend schaltet. Siehe Schaltkanäle – Konfigurationsanleitung.
Beleuchtung #
- Funktion: Erstellen Sie den Beleuchtungsverlauf — Helligkeitskurve, Farbmischung und Zeitplan. Siehe Beleuchtungsverläufe – Konfigurationsanleitung.
- Hardware: Weisen Sie die Beleuchtungskanäle des Zeitplans einer Steckdose (nicht dimmbar), einer 1-10V-Schnittstelle (dimmbare Vorschaltgeräte) oder der Mitras Lightbar/Slimline- bzw. Mitras LX-Schnittstelle zu, je nachdem, was angeschlossen ist. Siehe Schaltkanäle, 1-10V-Schnittstellen oder Mitras Lightbar & Slimline – Einrichtungsanleitung.
Füllstandsregelung #
- Funktion: Legen Sie den Betriebsmodus und das Verhalten des Niveausensors fest — zum Beispiel Nachfüllen oder automatischer Wasserwechsel. Siehe Niveauregelung & Leckage-Erkennung – Einrichtungsanleitung.
- Hardware: Weisen Sie eine Steckdose zu, die auf den Niveauregelungsausgang reagiert, sodass sie Ihre Dosier- oder Füllpumpe schaltet.
Pumpensteuerung #
- Funktion: Richten Sie eine Pumpengruppe sowie deren Wellenmuster oder Strömungsverhalten ein. Siehe Pumpengruppen – Konfigurationsanleitung.
- Hardware: Weisen Sie der Pumpengruppe eine Pumpe über Versia-Controller, 1-10V-Schnittstelle oder Steckdose zu, je nachdem, welcher Pumpentyp angeschlossen ist.
Zeitschaltuhr-gesteuerte Geräte #
- Funktion: Konfigurieren Sie die Zeitschaltuhr — Ein-/Ausschaltzeiten oder ein Kurzzeit-/Zyklisch-Intervall. Siehe Zeitschaltuhr – Konfigurationsanleitung.
- Hardware: Weisen Sie eine Steckdose zu, die auf die Zeitschaltuhr reagiert, sodass sie das angeschlossene Gerät entsprechend schaltet.
