Zusammenfassung #
Dieser Artikel führt Sie durch die vollständige Hardware- und Software-Integration des ION Directors. Er behandelt den physischen Anschluss über den ProfiLux Aquatic Bus (PAB), die präzise Schlauchinstallation und die wesentliche Sensorvorbereitung, die für automatisierte Multi-Ionen-Messungen erforderlich ist.
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Gilt für #
- ION Director
- Kompatible Controller:
- ProfiLux 4 Serie (inkl. Industrial Line / IL) (Min. Firmware 7.24)
- ProfiLux 3 Serie (Min. Firmware 6.44)
- GHL Doser 2 / Maxi / 2.2 Maxi Serie Standalone (inkl. Industrial Line / IL) (Min. Firmware 1.37)
- GHL Doser 3 / 3 Maxi Serie Standalone (inkl. Industrial Line / IL)
- Software:
- GHL Connect (App, Webinterface, myGHL)
- GHL Control Center
Bevor Sie beginnen #
Stellen Sie sicher, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind, bevor Sie mit der Installation beginnen:
- Controller-Einrichtung: Ihr ProfiLux oder Doser Standalone muss vollständig konfiguriert und über GHL Connect, myGHL oder GHL Control Center erreichbar sein.
- Dosiereinheit: Für den Betrieb wird ein GHL Doser 2 oder Doser 3 (kein Doser Maxi) mit mindestens 3 freien Dosierpumpen benötigt (in ION Director Sets enthalten).
- Enthaltene Komponenten: MUI-Sensor, Y-Stromverteilerkabel, PAB-Kabel, Referenzflüssigkeiten A & B, Probenwasserfilter, vorgebohrte Deckel und Flex-PVC-Schläuche.
- PAB-Anschluss: Ein PAB-Kabel wird benötigt, um den ION Director mit dem Controller zu verbinden; ein weiteres PAB-Kabel wird für den Doser benötigt.
- Werkzeuge zur Kalibrierung: Ein Messzylinder (min. 40 ml) ODER ein Behälter und eine Präzisionswaage zur Ermittlung der Förderrate.
- Messwerkzeug: Ein Lineal oder Maßband zur Ermittlung der Länge Ihres Probenschlauchs.
Controller noch nicht konfiguriert?
Falls Ihr Controller noch nicht eingerichtet ist, schließen Sie zunächst dessen Ersteinrichtung ab. Siehe folgende Artikel:
Installation & Ersteinrichtung #
Folgen Sie diesen Schritten für die Erstinstallation Ihres ION Directors.
Schritt 1 — Stromversorgung und PAB-Kommunikation #
Der ION Director kommuniziert über den ProfiLux Aquatic Bus (PAB) und teilt sich die Stromversorgung mit der Dosiereinheit.
- Elektrischer Anschluss: Verwenden Sie das GHL Y-Stromverteilerkabel, um sowohl den Doser als auch den ION Director an das 24V-Netzteil des Dosers anzuschließen.
- Hinweis: Der ION Director muss über die 24V-Leitung des Dosers mit Strom versorgt werden. Schließen Sie diese 24V-Stromquelle nicht an einen ProfiLux-Controller an.

- PAB-Anschluss: Verbinden Sie den ION Director über ein PAB-Kabel mit Ihrem Controller oder dem nächsten verfügbaren PAB-Gerät.
- PAB-Topologie: PAB-Geräte müssen in einer Kette (Daisy Chain) verbunden werden. Die Kette beginnt am Controller und endet am letzten Gerät. Verbinden Sie das letzte Gerät nicht wieder zurück zum Controller, da dies einen Ring erzeugt und zu Kommunikationsfehlern führt.


- Gerät zuordnen:
- Im GHL Control Center: Öffnen Sie die Seite System und klicken Sie auf Geräte zuordnen.
- In GHL Connect: Öffnen Sie die Seite System, wählen Sie Zuordnen und konfigurieren der angeschlossenen PAB-Geräte und tippen Sie anschließend auf Geräte zuordnen.
- Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben dem neu gefundenen ION Director und speichern Sie die Zuordnung.
Schritt 2 — Schlauchinstallation #
Die Präzision hängt von der korrekten Schlauchverlegung ab. Das Einhalten der empfohlenen Längen für die Verbindungen zwischen dem GHL Doser und dem ION Director hilft, die Bildung von Luftblasen zu vermeiden, und sorgt für einen gleichmäßigen Durchfluss.
- Einsetzen der Tüllen (Schlauchanschlüsse):

Bevor Sie die Hauptschläuche anschließen, müssen Sie die mitgelieferten Tüllen an Ein- und Auslass jeder dem ION Director zugewiesenen Dosierpumpe anbringen (Probenwasser-, Referenz-A- und Referenz-B-Pumpe).- Drücken Sie die Tüllen fest auf den internen Schlauch der Dosierpumpe.
- Wichtig: Stellen Sie sicher, dass der Schlauch über den dickeren Teil der Tülle gezogen wird. Er muss den Wulst bedecken, damit der Schlauch nicht abrutscht oder Luft zieht.
- Empfohlene Schlauchlängen:
Die Längenanforderungen unterscheiden sich je nach Schlauchabschnitt:- Doser-Auslass bis ION-Director-Einlass: Diese Abschnitte erfordern präzise Längen, um Genauigkeit sicherzustellen.
- Gestapelte Installation (ION Director oben auf dem Doser):
- Probenwasser: 16 cm
- Referenz A: 17 cm
- Referenz B: 18 cm
- Installation nebeneinander:
- Probenwasser: 26 cm
- Referenz A: 23,5 cm
- Referenz B: 21 cm
- Gestapelte Installation (ION Director oben auf dem Doser):
- Saug-, Abwasser- und Entlüftungsleitungen: Halten Sie bei allen anderen Schläuchen (z. B. vom Aquarium zur Probenwasserpumpe oder von den Flaschen zu den Referenzpumpen) die Abschnitte so kurz wie möglich, während sie noch lang genug sind, um ihre Quellen bequem zu erreichen.
- Doser-Auslass bis ION-Director-Einlass: Diese Abschnitte erfordern präzise Längen, um Genauigkeit sicherzustellen.
- Schlauchverlegung und Anschlüsse:
Verlegen Sie die Schläuche von den Wasserquellen über die zugewiesenen GHL-Doser-Pumpen zum ION Director:-
- Probenwasser-Pfad: Aquarium/Technikbecken -> Probenwasserfilter -> Probenwasserpumpe -> ION Director Probenwasser
- Referenz-A-Pfad: Flasche Referenz A (mit dem vorgebohrten Deckel) -> Referenz-A-Pumpe -> ION Director Ref. A
- Referenz-B-Pfad: Flasche Referenz B (mit dem vorgebohrten Deckel) -> Referenz-B-Pumpe -> ION Director Ref. B
- Abwasser-Pfad: ION Director Abwasser -> Abfluss oder Abfallbehälter
- Entlüftungsleitung-Pfad: ION Director Entlüftung -> Zurück ins Aquarium/Technikbecken oder in den Abfluss. Über diese Leitung wird vor einer Messung altes Probenwasser aus dem Schlauch gespült. Idealerweise sollte das Schlauchende oberhalb des Wasserspiegels bleiben, um einen möglichen Rückfluss zu verhindern.

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Wichtige Installationshinweise:
- Partikelfilter: Sie müssen den mitgelieferten Probenwasserfilter in der Saugleitung der Probenwasserpumpe installieren, um den MUI-Sensor vor Ablagerungen zu schützen.
- Durchflussrichtung der Pumpe: Achten Sie darauf, dass die Dosierpumpen in der richtigen Ausrichtung angeschlossen sind; der AUSLASS (rechte Seite) der Probenwasser-, Referenz-A- und Referenz-B-Pumpe muss mit den entsprechenden Einlässen am ION Director verbunden sein, um die Flüssigkeiten in die Messzelle zu drücken.
- Luftdichte Anschlüsse: Jede Verbindungsstelle muss luftdicht sein. Stellen Sie sicher, dass die Schläuche fest auf allen Tüllen sitzen, um Messfehler zu vermeiden.
Schritt 3 — Hardware-Vorbereitung (Pumpen & Sensor) #
Vor der ersten Messung müssen die Dosierpumpen konfiguriert und kalibriert sowie der MUI-Sensor installiert werden.
- Pumpenkonfiguration und -kalibrierung:
Jede der drei zugewiesenen Pumpen (Probenwasserpumpe, Referenz-A-Pumpe und Referenz-B-Pumpe) muss über das GHL Control Center oder GHL Connect eingerichtet werden.- Geschwindigkeitseinstellung: Sie müssen alle drei Pumpen auf Geschwindigkeit 3 einstellen. Dies muss vor Beginn der Kalibrierung erfolgen.
- Füllstandsüberwachung:
- Für Referenz A und Referenz B: Wählen Sie „Behälter wird geleert“, geben Sie die Flaschenkapazität ein (z. B. 500 ml oder 1000 ml) und füllen Sie den Behälter auf.
- Für Probenwasser: Wählen Sie „Füllstandsüberwachung abschalten“. Für das Probenwasser ist keine Füllstandsüberwachung erforderlich, da das Aquarium oder Technikbecken eine konstante Wasserquelle darstellt.
- Kalibrierung: Verwenden Sie einen Messzylinder (min. 40 ml) oder eine Präzisionswaage (1 g ≈ 1 ml). Starten Sie den Kalibrierungsvorgang für jede Pumpe einzeln und geben Sie das gemessene Volumen ein, um die genaue Förderrate zu ermitteln.
- Ausführliche Anleitung: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Pumpenkalibrierung finden Sie in der Anleitung zur Kalibrierung der Dosierpumpe.
- Installation des MUI-Sensors (kritischer Schritt):
Der MUI-Sensor ist das Herzstück des ION Directors und erfordert äußerst sorgfältige Handhabung.- Schutz entfernen: Der Sensor wird in einer kleinen Kunststoff-Schutzhülle geliefert, die von einem Gummiband gehalten wird. Entfernen Sie vor der Installation das Gummiband und ziehen Sie die Hülle ab.
- Korrekte Ausrichtung: Der Sensor besitzt seitlich spezielle Nuten. Diese passen exakt zu den Führungen im MUI-Sensor-Einlass des ION Directors.
- Richten Sie den Sensor korrekt aus, bevor Sie ihn einschieben. Wenden Sie keine Gewalt an.


- Einsetzen: Schieben Sie den Sensor vorsichtig bis zum vollständigen Sitz in den Einlass.
- Wichtig: Ein korrekt eingesetzter Sensor ragt maximal 22 mm aus dem Gehäuse des ION Directors heraus. Ragt er weiter heraus, ziehen Sie die Druckschraube nicht fest, sondern richten Sie den Sensor neu aus und setzen Sie ihn erneut ein.

- Befestigung: Ziehen Sie die Druckschraube von Hand fest an. Sie muss fest genug sitzen, um die innere Dichtung zusammenzudrücken und Undichtigkeiten zu verhindern. Verwenden Sie jedoch kein Werkzeug, da dies den Sensor beschädigen könnte.
- Anschluss des Sensorkabels:
Stecken Sie das Sensorkabel in den dafür vorgesehenen Anschluss auf der Rückseite des Geräts.
Schritt 4 — Software-Aktivierung & Sensorkonditionierung #
Nach der physischen Installation müssen der ION Director und der MUI-Sensor in der Software aktiviert werden, bevor die erste Messung stattfinden kann.
- Dosierpumpen-Nummerierung (Setups mit mehreren Dosern):
Wenn Sie mehrere GHL Doser verwenden, stellen Sie sicher, dass die Pumpen der neuen Einheit eindeutigen, freien Pumpennummern zugewiesen sind, um Konflikte zu vermeiden.
Hinweis: Wenn Sie die Pumpen eines Doser Standalone verwenden, können Sie diesen Schritt überspringen, da die Pumpennummerierung in diesem Fall fest auf 1–4 eingestellt ist.- Im GHL Control Center: Navigieren Sie zu System -> Klappen Sie PAB auf -> Wählen Sie den Doser aus der Liste -> Klicken Sie auf Konfiguration.
- In der GHL Connect App: Navigieren Sie zu System-> Zuordnen und konfigurieren der angeschlossenen PAB-Geräte -> Tippen Sie auf das Zahnradsymbol neben dem entsprechenden Doser.
- Aktivierung des MUI-Sensors:
Jeder MUI-Sensor ist einzigartig. Zur Aktivierung müssen Sie seine Seriennummer registrieren.- Die Seriennummer finden Sie auf dem Kabel des Sensors.
- Klicken oder tippen Sie in den Sensoreinstellungen des ION Directors auf das Info-Symbol (i) neben dem Feld Seriennummer bzw. Sensor, um die Nummer einzugeben und die Aktivierung zu bestätigen.
- Aktivierung des ION Directors & Schlauchvolumen:
Das Gerät muss explizit aktiviert und das Probenschlauch-Volumen berechnet werden.- Aktivieren Sie im ION Director Einstellungsmenü das Kontrollkästchen „ION Director aktiv“.
- Probenschlauch-Volumen: Klicken/tippen Sie auf das Rechner-Symbol neben dem Feld Probenschlauch-Volumen.
- Geben Sie die Gesamtlänge des Schlauchs vom Aquarium/Technikbecken bis zum ION Director ein.
- Der Standarddurchmesser (4 mm) ist für die mitgelieferten GHL-Schläuche korrekt.
- Wichtig: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Inline-Filter-Volumen hinzuaddieren“ (dies addiert automatisch das 7-ml-Volumen des Probenfilters), oder addieren Sie manuell 7 ml zu Ihrem berechneten Gesamtwert.
- Weisen Sie die physischen Dosierpumpennummern ihren jeweiligen Rollen zu: Probenwasserpumpe, Referenz-A-Pumpe und Referenz-B-Pumpe.
- Entlüften und Sensorkonditionierung:
Der Sensor muss durch einen Konditionierungsprozess auf den Kontakt mit Aquarienwasser vorbereitet werden.- Entlüften: Verwenden Sie die Funktion „Messzelle entlüften“, um sicherzustellen, dass alle Leitungen vollständig gefüllt und frei von Luftblasen sind.
- Konditionierung: Wählen Sie „Messzelle vorbereiten“. Der ION Director füllt die Messkammer mit Referenz A.
- Dauer: Der Sensor muss vor der allerersten Messung mindestens 12 Stunden in der Flüssigkeit einwirken.
Wichtige Überprüfung:
- Bevor Sie nach Ablauf der 12 Stunden Ihre erste Messung starten, überprüfen Sie noch einmal alle Schlauchverbindungen auf Undichtigkeiten. Bereits eine einzige Luftblase kann zu einem „MUI-Sensor-Fehler“ oder falschen Messwerten führen.
Konfiguration & Einstellungen #
Nach der Ersteinrichtung und Aktivierung der Hardware können Sie nun in der Software festlegen, wie der ION Director die Wasserchemie Ihres Aquariums verwaltet und überwacht.
- Messplanung:
Konsistenz ist der wichtigste Faktor für eine genaue Verlaufsverfolgung. Es gibt zwei primäre Möglichkeiten, Ihre Messungen zu automatisieren:- Messungen pro Tag: Durch die Nutzung dieser Einstellung zusammen mit „Zu diesem Zeitpunkt immer messen“ verteilt das System die Analysen gleichmäßig über den Tag.
- Zeitschaltuhr-Steuerung: Aktivieren Sie die Option „Zeitschaltuhr startet Messung“ und wählen Sie die gewünschte Zeitschaltuhr aus dem Dropdown-Menü. Dies ermöglicht bestimmte, ungleichmäßige Zeiten oder eine Planung an bestimmten Tagen.
Hinweis: Es wird empfohlen, mindestens eine Messung pro Tag durchzuführen, damit der Sensor reaktionsfähig bleibt. - Wartezeit: Nach jeder Pumpenaktivität in der Messzelle (Vorbereiten, Entlüften oder eine vorherige Messung) müssen Sie mindestens eine Stunde Ruhezeit einhalten, bevor Sie die nächste Messung starten, um die Genauigkeit sicherzustellen.
- Sollwerte, Offset & Double Check:
Legen Sie fest, wie das System mit den aufgezeichneten Daten umgeht:- Sollwert: Legen Sie Ihren gewünschten Sollwert für jedes Ion fest (z. B. Ca: 420 mg/l). Dieser dient als Basis für die automatisierte Dosierregelung.
- Offset: Zeigt eine professionelle Laboranalyse eine konstante Abweichung, können Sie einen Offset eingeben, um die Messwerte des ION Directors an Ihre Laborergebnisse anzugleichen.
- Double Check: Wenn aktiv, löst das System automatisch eine zweite Messung aus, sobald ein Ergebnis deutlich vom vorherigen abweicht. So wird verhindert, dass Ausreißer Ihr Aquarium beeinflussen.
- Alarmüberwachung & Sicherheit:
Schützen Sie Ihr System, indem Sie klare Grenzen für automatisierte Aktionen festlegen:- Alarmüberwachung aktiv: Dieser Hauptschalter aktiviert die Sicherheitsüberwachung Ihrer Parameter.
- Schwellen: Legen Sie für jedes Ion eine untere und obere Schwelle fest. Liegt ein Wert außerhalb dieses Bereichs, wird ein Alarmzustand ausgelöst.
- Bei Alarm Regelung deaktivieren: Wenn aktiviert, stoppt das System während eines Alarms sofort alle automatischen Dosieranpassungen. Wenn deaktiviert, regelt das System weiter, zeigt aber dennoch einen Alarmstatus an.
- Aufzeichnung & Anzeige der Messdaten:
Um langfristige Trends zu verfolgen, müssen Sie die Datenaufzeichnung explizit aktivieren.- Aktivierung: Stellen Sie sicher, dass die Option „Messwerte aufzeichnen“ in den ION-Director-Einstellungen aktiviert ist.
- Anzeige im GHL Control Center: Navigieren Sie zu Regelung -> Messdaten, um Ihre Aufzeichnungen anzuzeigen oder als CSV-Datei zu exportieren.
- Anzeige in GHL Connect: Wechseln Sie auf der ION-Director-Einstellungsseite einfach zum Tab Historie, um interaktive Diagramme Ihrer aufgezeichneten Parameter anzuzeigen.
- Überwachung der Sensor-Performance:
Der Sensor-Performance-Balken gibt in Echtzeit Rückmeldung zum Zustand des MUI-Sensors:- Grün: Optimale Leistung.
- Gelb/Rot: Zeigt abnehmende Zuverlässigkeit an. Häufige Ursachen sind Luftblasen in den Zuleitungen oder Ablagerungen in der Messzelle. Bleibt die Performance niedrig, nachdem diese Ursachen ausgeschlossen wurden, hat der MUI-Sensor möglicherweise das Ende seiner Lebensdauer erreicht oder ist defekt und muss ersetzt werden.
Hinweise #
Beachten Sie folgende Betriebsregeln, um die langfristige Präzision Ihres ION Directors zu erhalten:
- Umgang mit Referenzflüssigkeiten: Schütteln Sie die Flaschen niemals. Schütteln erzeugt Mikroblasen, die zu ungenauen Messungen führen können. Wenn Sie eine Flasche bewegen, lassen Sie sie vor der nächsten Messung mindestens eine Stunde ruhen.
- Stabilität: Stellen Sie sicher, dass das Gerät auf einer stabilen, vibrationsfreien Fläche steht. Plötzliche Bewegungen während eines Messzyklus können den empfindlichen MUI-Sensor beeinträchtigen.
- Schlauchpflege: Prüfen Sie die Proben- und Referenzschläuche regelmäßig auf Knicke oder sichtbare Ablagerungen. Bereits ein winziger Lufteinschluss in den Referenzleitungen führt zu verschobenen Ergebnissen.
Typische Probleme #
Ursache
Eine niedrige oder schwankende Sensor-Performance während der Ersteinrichtung wird meist durch Luft in den Zuleitungen verursacht – entweder durch lose Verbindungen oder durch Schlauchmaterial, das nicht vollständig luftdicht ist:
- Luftblasen: Eingeschlossene Mikroblasen in den Referenz- oder Probenleitungen, meist durch lose Verbindungen.
- Falsches Schlauchmaterial: Standard-Silikonschlauch statt des mitgelieferten Flex-PVC verwendet. Durch Silikon diffundiert mit der Zeit Luft durch die Schlauchwand, was selbst bei dichten Verbindungen immer wieder zu Mikroblasen führt.
- Gealterter oder defekter Sensor: Der MUI-Sensor hat eine begrenzte chemische Lebensdauer. Sind luftbedingte Ursachen ausgeschlossen und bleibt die Performance niedrig, hat der Sensor möglicherweise das Ende seiner Lebensdauer erreicht oder ist defekt.
Lösung
- Prüfen Sie alle Verbindungen auf Luftdichtheit und verwenden Sie Messzelle entlüften, bis die Leitungen vollständig frei von sichtbaren Blasen sind.
- Stellen Sie sicher, dass auf dem gesamten Probenwasser-, Referenz-A- und Referenz-B-Pfad Flex-PVC-Schlauch verwendet wird, und ersetzen Sie alle Silikonabschnitte.
- Bleibt die Sensor-Performance nach diesen Prüfungen niedrig, ersetzen Sie den MUI-Sensor. Siehe ION Director – Wartung & Sensorpflege.
Ursache
Unzureichende Konditionierung oder Nichteinhalten der Wartezeiten zwischen Pumpenaktivitäten.
Lösung
Stellen Sie sicher, dass die anfängliche 12-stündige Konditionierung abgeschlossen wurde. Halten Sie nach jeder Aktion des ION Directors oder nach einem Neustart des ION Directors eine Wartezeit von einer Stunde ein.
Eine umfassende Anleitung zur Behebung bestimmter Fehlercodes oder zur erweiterten Wartung finden Sie in unserer Haupt-Fehlerbehebungsanleitung für den ION Director.
