Wie funktioniert der ProfiLux Aquariencomputer

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Funktionsweise

ProfiLux kann zuverlässig und sehr genau alle wichtigen Parameter messen und regeln und Ihnen so dabei helfen, die sensible biologische Balance in Ihrem Aquarium, Terrarium oder Teich zu erhalten.
Je nach Modell und Anwendungsbereich sind das z.B. Wassertemperatur, pH-Wert, Leitwert, Redoxpotential, Pegel, Durchfluss, Sauerstoffgehalt, Lufttemperatur oder Luftfeuchte.

Zum Regeln, Messen und Steuern benötigen Sie neben den Computern

  • GHL Schaltsteckdosenleisten z.B. Powerbar 6E-PAB zum An- und Abschalten von Verbrauchern wie z.B. Magnetventile, Heizung, Kühlung und Pumpen
  • GHL Sensoren zur Messung verschiedener Wasserwerte.
  • ggf. Erweiterungskarten oder Zusatzgeräte je nach gewünschtem Einsatzzweck.

Am ProfiLux 4 bzw. an entsprechenden Zusatzkarten können Sensoren zur Erfassung verschiedener Werte (z.B. Temperatur, Luftfeuchte) angeschlossen werden. Jedem dieser Sensoren ist ein Regelkreis zugeordnet, dessen Parameter (Sollwert, Hysterese, nächtliche Änderung, etc.) eingestellt werden können.

Die Regelung eines Sensors schaltet die zugehörigen Schaltsteckdosen (z.B. pH aufwärts und pH abwärts bei der pH-Wert-Regelung oder Heizstab, Bodenheizung und Kühlung bei der Temperaturregelung).

Wenn Sie zum Beispiel einen Temperatursensor einer Steckdose zuordnen, wird die Steckdose auf der Grundlage der festgelegten Sensoreinstellungen ein- / ausgeschaltet.

Die Einstellungen bleiben auch bei Stromausfall erhalten – sie werden netzausfallsicher in einem nichtflüchtigem Speicher (FRAM) abgelegt. Auch die Uhrzeit läuft dank der integrierten akkugepufferten Echtzeituhr (RTC) weiter.

Anhand der folgenden Grafik erhalten Sie einen groben Überblick über die Funktionsweise der ProfiLux Aquariencomputer am Beispiel des ProfiLux 4. Es zeigt auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Systemkomponenten.

Funktionsweise P4

Leistungsmerkmale/ Ressourcen

Der Funktionsumfang Ihres ProfiLux Computers und ggf. Ihres ProfiLux Systems wird bestimmt durch die vorhandenen Erweiterungskarten, Sensoren, PAB-Geräte und LED-Leuchten.

Die Gesamtheit aller im ProfiLux System zur Verfügung stehenden Ein- und Ausgänge wird dabei als Ressourcen bezeichnet.

Ressourcennummerierung und Anzeige

Alle Ressourcen im System werden vom ProfiLux Computer auf die gleiche Art durchnummeriert.

Begonnen wird dabei immer mit den Ressourcen des ProfiLux Computers, dann folgen die der jeweiligen PAB-Geräte in der Reihenfolge der Zuordnung (Steckdosenleisten, Expansion Boxen etc.).

Die Nummerierung beginnt immer bei den internen Ressourcen des ProfiLux, gefolgt von den Ressourcen der Modulkarten in den Steckplätzen. Ist der Aquariencomputer erweiterbar (nur ProfiLux 4), erfolgt die Nummerierung der Ressourcen der Erweiterungskarten in der Reihenfolge der Karten in den Steckplätzen.

Dann folgen die Ressourcen des ersten gefundenen und zugeordneten PAB-Gerätes, danach die des zweiten PAB-Gerätes, usw.

Bedienkonzept

Das Bedienkonzept der ProfiLux Computer unterscheidet strikt zwischen zwei Gruppen von Einstellungen:

  • Einstellungen von Funktionen wie z.B. pH-Sollwert, Helligkeitsverlauf einer Leuchte oder Verhalten von Pumpen
  • Einstellungen von Hardware wie z.B. das Verhalten einer Schaltsteckdose (soll diese Schaltsteckdose einer Beleuchtung, einer Zeitschaltuhr oder einem Temperatursensor zugeordnet sein) oder das Verhalten einer 1 – 10 V-Schnittstelle (soll diese Schnittstelle einer Beleuchtung oder einer Pumpe zugeordnet sein)

Dieses Konzept ist äußerst flexibel, da eine Funktion weitgehend unabhängig von der dazu zugeordneten Hardware und umgekehrt die Hardware weitgehend unabhängig von der Funktion geändert werden kann.

Die Trennung der Einstellungen von Funktion auf der einen Seite und Hardware auf der anderen Seite erlaubt Ihnen eine außerordentliche Flexibilität. Diese einzigartige Bedienkonzept ermöglicht es Ihnen Ihren Systemaufbau auch später noch ohne viel Aufwand zu ändern.

So können Sie – falls erforderlich – z.B. eine andere Steckdose (Hardware) zum Schalten Ihres Heizstabes auswählen, während die zugehörigen Temperatureinstellungen (Funktion) unverändert bleiben können.

Es ist sinnvoll, wenn Sie grundsätzlich als erstes die Funktion einstellen.

Beispiele für Einstellungen:

Zum besseren Verständnis folgen hier typische Einstellungsbeispiele

Wie stelle ich die Temperaturregelung ein?

  1. Einstellung der Funktion: Stellen Sie die gewünschte Solltemperatur ein, siehe Sensoreinstellungen-> Sollwert.
  2. Einstellung der Hardware: Stellen Sie ein, welcher Schaltausgang (Steckdose) für das Schalten des Heizstabes, des Bodenheizers und der Kühlung (falls vorhanden) zuständig ist, siehe auch unter System->Schaltkanäle und Steckdosen.

Wie stelle ich die Beleuchtung ein?

  1. Einstellung der Funktion: Stellen Sie den Beleuchtungsverlauf gemäß Ihren Wünschen ein, siehe auch unter Punkt Beleuchtung-> Beleuchtungsverlauf
  2. Einstellung der Hardware:
    -> Bei nicht dimmbaren Leuchten: Stellen Sie ein, welche Schaltsteckdose auf diesen Beleuchtungsverlauf reagieren soll, siehe auch unter Punkt System->Steckdosenfunktion
    -> bei dimmbaren Leuchten: Stellen Sie ein, welche 1 – 10 V-Schnittstelle auf diesen Beleuchtungsverlauf reagieren soll, siehe auch unter Punkt System ->1-10 V Schnittstelle,
    -> bei Ansteuerung einer Mitras Lightbar oder Slimline ob die Mitras Lightbar Schnittstelle auf diesen Beleuchtungsverlauf reagieren soll.

Wie stelle ich die Niveau-Regelung ein?

  1. Einstellung der Funktion: Stellen Sie den Betriebsmodus und das Verhalten des Niveausensors ein, siehe auch unter Niveau->Regelung.
  2. Einstellung der Hardware: Stellen Sie ein, welcher Schaltausgang (Steckdose) von der Niveau-Regelung geschaltet werden soll, siehe auch unter System->Schaltkanäle und Steckdosen.

Wie stelle ich Dosier- oder Zeitschaltvorgänge ein?

  1. Einstellung der Funktion: Stellen Sie zuerst die gewünschte Zeitschaltuhr oder Dosierpumpe (Achtung: Nur Dosierpumpeneinheit 1. Generation, Doser 2 wird über PAB geregelt!) ein, siehe auch unter Abläufe->Zeitschaltuhr. bzw. siehe auch unter Dosieren Übersicht->Dosierpumpe.
  2. Einstellung der Hardware: Stellen Sie ein, welcher Schaltausgang (Steckdose) von dieser Zeitschaltuhr oder Dosierpumpe gesteuert werden soll, siehe auch unter System->Schaltkanäle und Steckdosen.

  • Der ProfiLux 4 Computer und seine Komponenten (ProfiLux 4 System) führt Mess-, Steuer und Regelungsaufgaben aus, die auf Ihren vorgenommenen Einstellungen basieren.
    Es erfolgt keine Plausibilitätsprüfung der von Ihnen vorgenommenen Einstellungen.
  • Die Werkeinstellungen des Computers müssen von Ihnen an die Erfordernisse Ihres Aquariums situationsgerecht angepasst werden.
  • Sie sind allein verantwortlich für die Plausibilität der durch Sie vorgenommenen Einstellungen des Computers und seiner Systemkomponenten.
  • Der ProfiLux4 Computer kann nicht fehlendes Fachwissen ersetzen, das für die Unterhaltung und Pflege eines Aquariums oder Terrariums erforderlich ist.
  • Lassen Sie Ihr Aquarium/ Terrarium nie längere Zeit ohne Aufsicht.
  • Das ProfiLux-System kann Sie bei sehr vielen Aufgaben unterstützen und Ihnen Fehlerzustände anzeigen – es kann aber auf gar keinen Fall eine regelmäßige persönliche Aufsicht und Kontrolle ersetzen.
  • Die maximale Zeitspanne ohne persönliche Aufsicht hängt davon ab, wie lange Ihr Aquarium/Terrarium auch bei Fehlerzuständen ohne signifikante Schäden überstehen kann.
  • Denken Sie immer daran, dass jede Technik ausfallen kann und Fehlfunktionen nie ausgeschlossen werden können!
    Ein Stromausfall, ungünstige Einstellungen, eine Beschädigung (z.B. durch Wasser oder Überspannung) oder schlicht eine unerwartete Betriebssituation, kann zu fatalen Schäden führen.

 

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