Mit ProfiLux eigene Strömungsprogramme erstellen

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Die Strömungssteuerung

Mit der Strömungssteuerung des ProfiLux können Sie ihre gewünschte Strömung sehr individuell gestalten. Ebbe-Flut, Brandung oder Zufall sowie verschiedene Wellenmuster bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten natürliche Verhältnisse im Becken nachzubilden.

Die Strömungssteuerung ist in sogenannten Strömungsgruppen organisiert und findet sich unter Extras->Strömungsgruppen.

Eine Pumpe die von ProfiLux angesteuert werden soll, muss immer einer Strömungsgruppe angehören.

Eine Strömungsgruppe kann dabei aus einer oder mehreren Pumpen bestehen.

Strömungsgruppen ProfiLux

Um ein Strömungsprogramm einzurichten ist folgende Vorgehensweise ist sinnvoll:

  • Legen Sie zunächst die Gruppeneinstellungen der jeweiligen Strömungsgruppe fest.
  • Ordnen Sie die Pumpen zu, die dieser Gruppe angehören sollen.
  • Nehmen Sie die Pumpeneinstellungen vor.
Es können 4 unabhängige Gruppen programmiert werden. Eine Gruppe besteht aus bis zu 4 (bzw. bis zu 16) Pumpen die unabhängig voneinander angesteuert werden können.

Strömungsgruppe bearbeiten

In einer Strömungsgruppe finden Sie:

  • Einstellungen die sich auf die gesamte Strömungsgruppe beziehen -> Gruppeneinstellungen
  • Einstellungen die sich nur auf einzelne Pumpen dieser Gruppe beziehen ->Pumpeneinstellungen

Gruppeneinstellungen

  • Aktivieren Sie die Nachtabsenkung der Strömung, wenn Sie die Pumpe(n) nachts mit einer niedrigeren Geschwindigkeit betreiben wollen. Die Geschwindigkeit können Sie später in den Einstellungen der jeweiligen Pumpen regulieren.
  • Wählen Sie die Strömungsart (Modus) aus, mit der Sie die Pumpengruppe betreiben wollen. Sie haben die Wahl zwischen 8 verschiedenen Modi.
  • Wählen Sie die Wellenform die erzeugt werden soll
    -> Sinuswellen steigen allmählich auf und verringern den Fluss zwischen der minimalen und maximalen Geschwindigkeit.
    ->Rechtwinklige Wellen erzeugen einen plötzlichen Anstieg der Strömungsleistung.
  • Bestimmen Sie die Wellendauer und ob die Wellen zufällig reduziert werden sollen.
Die Gruppeneinstellungen bestimmen, wann und wie lange welche Pumpe in dieser Gruppe aktiv ist, die Pumpeneinstellungen bestimmen das Verhalten der Pumpe bei Aktivität und Inaktivität.

Strömungsart

Unter Modus können Sie die Art der Strömung definieren mit der die Gruppe betrieben werden soll. Die einzelnen Gruppen dürfen verschiedene Betriebsarten haben.

Keine Strömung – Die Pumpen dieser Gruppe sind dauerhaft aus.

Permanent – Die Pumpen sind dauerhaft aktiv und laufen synchron.

Permanent gegenläufig – Die Pumpen sind dauerhaft aktiv und laufen gegenläufig, d.h. wenn Pumpe 1 mit max. Geschwindigkeit läuft, läuft Pumpe 2 mit min. Geschwindigkeit und umgekehrt.

Sequenz 1 – Hier wird im Wechsel immer genau eine Strömungspumpe dieser Gruppe eingeschaltet. Die Dauer bis von einer Pumpe zur nächsten geschaltet wird, kann eingestellt werden (siehe weiter unten).

Wenn die letzte Pumpe dieser Gruppe aktiv war beginnt der Zyklus erneut mit der ersten Pumpe dieser Gruppe. Wenn diese Gruppe über 2 Pumpen verfügt wird eine Ebbe-Flut-Simulation erzeugt. Falls zu dieser Gruppe nur eine Pumpe gehört wird diese abwechselnd ein- und ausgeschaltet.

Bei einer Gruppe mit 3 Pumpen ergibt sich folgendes Einschaltmuster:

Betriebsmodus Sequenz 1

Mit “Pumpe aktiv” ist gemeint, dass die Pumpe kontinuierlich zwischen min. und max. Strömungsgeschwindigkeit wechselt und damit Wellen erzeugt.
Eine der Strömungspumpe zugeordnete Steckdose ist dann eingeschaltet.

Pumpe inaktiv” bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Pumpe aus ist, sondern dass sie mit ihrer minimalen Leistung läuft.
Eine der Strömungspumpe zugeordnete Steckdose ist dann ausgeschaltet.

Sequenz 2 – Ähnlich wie Sequenz 1, allerdings werden die Pumpen nicht reihum sondern „hin und her“ aktiviert.

Bei einer Gruppe mit 3 Pumpen ergibt sich folgendes Einschaltmuster:

Betriebsmodus Sequenz 2

Brandung 1 – Die Pumpen dieser Gruppe werden nacheinander eingeschaltet bis alle Pumpen aktiv sind, dann werden nacheinander die Pumpen in der gleichen Reihenfolge wieder abgeschaltet bis alle aus sind.

Die Zeit, bis sich der Einschaltzustand wieder ändert, ist einstellbar (siehe weiter unten).

Bei einer Gruppe mit 3 Pumpen ergibt sich folgendes Einschaltmuster:

Brandung 1

Brandung 2 – Ähnlich wie Brandung 1, allerdings werden die Pumpen in umgekehrter Reihenfolge wieder abgeschaltet wie sie zuvor eingeschaltet wurden.

Die Zeit, bis sich der Einschaltzustand wieder ändert, ist einstellbar (siehe weiter unten).

Bei einer Gruppe mit 3 Pumpen ergibt sich folgendes Einschaltmuster:

Brandung 2

Zufall – Per Zufallsgenerator werden abwechselnd alle, manche oder keine der Pumpen, die zu dieser Gruppe gehören, aktiviert. Die Zeit, bis sich der Einschaltzustand wieder ändert, ist einstellbar (siehe weiter unten).

Gezeitendauer

In den Modi Sequenz, Brandung oder Zufall kann eingestellt werden, nach welcher Zeit sich der Einschaltzustand der Pumpen wieder ändern soll. Hierbei sind eine minimale und eine maximale Dauer einzugeben.

Die Zeit, nachdem wieder ein neuer Einschaltzustand angenommen werden soll, wird per Zufallsgenerator im Bereich dieser beiden Zeiten ermittelt.
Soll die Zeit immer gleich sein dann geben Sie für minimale und maximale Dauer den gleichen Wert ein.

Die minimale und maximale Dauer ist zwischen 1 Sekunde und 8 Stunden einstellbar.

Falls eine Schaltsteckdose die entsprechende Strömungspumpe ansteuern soll darf die Gezeitendauer nicht zu klein gewählt werden – sonst kann es durch zu häufiges Schalten zu Schäden der Steckdose oder der Pumpe kommen!

Wellenform & Dauer

Die Art der Wellenerzeugung für kann für jede Strömungsgruppe individuell eingestellt werden:

  • Sinuswellen – sanftes Beschleunigen und Bremsen der Pumpe
  • Rechteckwellen – sprunghafte Änderung

Die minimale und maximale Wellendauer sollte im Bereich zwischen 0,4 und 60 Sekunden festgelegt werden. Innerhalb dieser Grenzen wird durch den Zufallsgenerator für jede Welle daraufhin eine Dauer ermittelt.

Falls alle Wellen gleich lang dauern sollen dann geben Sie für minimale und maximale Wellendauer die gleichen Werte ein.

Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Wellendauer bitte auch die technischen Möglichkeiten Ihrer Pumpe.

Wellen wirken sich nicht auf nicht regelbare Pumpen aus, die über Schaltsteckdosen angeschlossen sind.

Zuletzt kann die zufällige Wellenreduzierung von 0% bis 100% eingestellt werden.

Je größer der Wert desto unterschiedlicher werden die einzelnen Wellenberge.

  • Bei 0% erreicht jeder Wellenberg das Maximum (Wellenberge immer gleich),
  • bei 100% schwanken die Wellenberge zufällig zwischen Minimum und Maximum.

Nachfolgend ist beispielhaft der Strömungsverlauf an einer regelbaren Pumpe zu sehen (Einstellungen: Minimal = 30%, Maximal = 90%, Wellendauer = 10 s, Wellenform = Sinus):

Wellendiagramm

Pumpen zuordnen

Unter dem Punkt Pumpenzuordung werden die Pumpen, die auf die Einstellungen dieser Strömungsgruppe reagieren sollen, zugewiesen.

Im rechten Fenster werden alle durch den ProfiLux ansteuerbaren Pumpen angezeigt.

Pumpenzuordung
Eine Pumpe darf nicht mehreren Gruppen zugeordnet werden.

Wählen Sie die Pumpe die Sie dieser Gruppe zuordnen möchten aus und drücken Sie die Pfeiltaste. Die Pumpe erscheint im linken Fenster “Derzeit zugeordnete Pumpen”.

Sie kann anschließend im Fenster Bearbeiten über Doppelklick individuell eingestellt werden.

Pumpe bearbeiten

Pumpenverhalten definieren

Pumpeneinstellungen

Im Fenster Bearbeiten kann jede Pumpe, die dieser Gruppe zugeordnet wurde, individuell eingestellt werden:

Pumpe einstellen
  • Minimum – minimale Leistung (während eines Wellentals oder wenn Pumpe inaktiv)
  • Maximum – maximale Leistung (während eines Wellenberges)
  • Nacht – maximale Leistung, wenn die Nachtabsenkung greift
  • Gewitter – maximale Leistung während eines Gewitters
  • Verhalten bei Futterpause :
    • unbeteiligt (Futterpause wirkt sich nicht auf diese Pumpe aus),
    • auf Minimum (Pumpe wird während der Futterpause nur mit der minimalen Leistung betrieben)
    • oder aus (Pumpe wird während der Futterpause abgeschaltet).

Es kann auch eine Beschreibung hinterlegt werden.

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